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Grapen
Grapen waren vom Hoch- bis ins Spätmittelalter (und darüber hinaus) das wichtigste Koch- und Schmorgerät in der Küche. Von der Verwendung her gleicht er einem heutigen Schmortopf. Wichtig ist, bei Tongrapen, ein regelmässiges Drehen, damit man den Grapen gleichmässig erhitzt. Ausserdem darf er nie ohne Flüssigkeit überm Feuer stehen. Im späten Mittelalter gab es sowohl Ton- als auch Metallgrapen. Diese wiederum bestanden bevorzugt aus Bronze und waren so kostbar, das man sie weitervererbt hat, was zahlreiche Testamente belegen. Dreieckige Henkel und lange Füsse waren die Form Anfangs des 15. Jahrhundert, gerne mit Tierfüsschen als Abschluss. Gegen Ende wurden die Formen der Metallgrapen gedrungener, aber immer noch gerne mit Fussverzierungen.
Unser Exemplar ist ein Original aus späteren Jahrhunderten, die Füsse dürften ein wenig höher sein, ansonsten hat sich die Form allerdings kaum verändert. Das Material ist sogenannte Glockenbronze, ein besonders beliebtes Gemisch das neben Bronze noch Zinn und vermutlich auch Blei enthält.
In nächster Zeit ist ein Tongrapen in Planung, der von der Form dem Limmatfund aus dem Schweizer Landesmuseum gleichkommt. Unser alter Tongrapen ist leider zu früh und darum nun unter der Kategorie „Warum nicht mehr?" anzutreffen.
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