Kleiner Messingteller

In den 1480 erwirbt sich Messing neben Zinn in gutbürgerlichen Stuben eine weite Verbreitung. Neben schlichten Tellerchen gibt es Messinggeschirr auch in Form von gehämmerten Platten, reich verziert und wohl ein Prunkstück in jedem gut betuchten Haushalt. Auch anhand der Abbildungen und Szenen, in denen Messing- und Zinngeschirr aufgedeckt wurde, kann man davon ausgehen, dass es eher einen repräsentativen als eine alltäglichen Verwendungszweck hatte. Dies zeigt sich auch in zahlreichen Testamenten, bei denen die Weitergabe von Metallgegenständen klar geregelt wurde, um sie nach Möglichkeit in der Familie zu halten.
Unser Messingtellerchen ist ein kleines, bescheidenes Exemplar, schlicht, mit dem häufig abgebildeten breiten Rand und einem flachen Becken. Das Vorbild liegt im Historischen Museum Bern und wurde vermutlich als Patene verwendet. Solche schlichten und kleinen Teller sind aber auch in häuslichen Darstellungen häufig anzutreffen.

 

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