Talglicht

Ausgekochter Rinder- oder Schweinetalg war ein beliebtes Brennmittel für die Beleuchtung. Obwohl man damit was Essbares verbrannte, und das schon von einem gewissen Luxus zeugt, sind Talglampenfunde so zahlreich, das man durchaus von einer alltäglichen Verwendung ausgehen kann. Im Vergleich zum noch luxuriöseren Bienenwachs und den qualmenden und lichtarmen Kienspänen war es wohl eine annehmbare Alternative. Als Docht diente wahrscheinlich ein Leinenband oder ein Stück Leinenstoff (damit haben wir gute Erfahrungen gemacht), da Wolle stinkend und rauchen verqualmt. Dieses Talglicht, angelehnt an einen Fund aus Olten (Schweiz), lässt sich dank dem Griff gut herumtragen und ist aus körnigem, roten Ton gebrannt.

 

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