Zürich im Mittelalter

Zürich war schon im Mittelalter ein wichtiger Handels- und Anlaufplatz für ganz Europa. In der Zeit die wir gewählt haben, rund 50 Jahre vor der Reformation durch Huldrych Zwingli, blühte Zürich auf, und baute seine Macht aus. Zu dieser Zeit näherte man sich Zürich meistens von der Seeseite her, entweder per Schiff oder auf dem Landweg.

 

Schon damals dominierten vier grosse Kirchen das Stadtbild, auf der rechten Limmatseite das Grossmünster, in der Mitte des Flusses die Wasserkirche, links am Ufer das Fraumünster und auf dem linken Hügel der St. Peter, die Volkskirche der Stadt Zürich. Die kirchliche Macht in der Stadt Zürich, die zur Diözese Konstanz gehörte, wurde von 5 Klostern gestellt, die ein halbes Jahrhundert später im Laufe der Reformation geräumt wurden. Das Zentrum des städtischen Lebens fand um das Rathaus herum statt, der Gemüsemarkt auf der Brücke (noch heute die Gemüsebrücke), links vom Rathaus der Fleischermarkt, rund um den Brunnen den Fischmarkt und schliesslich den Buttermarkt nebenan. Auf dem Platz vor dem Fraumünster fand der Viehmarkt statt.

 

Vom See her wurde die Stadt durch einen Wall aus in das Seebecken gesteckten Baumstämmen geschützt, ebenso durch den so genannten „Wellenberg“, einen Wehrturm mitten im Fluss, der auch als Gefängnisturm verwendet wurde. Der Fluss war der Lebensspender von Zürich, denn mit seiner Kraft konnten auch Mühlen (zB die Werdmühle) betrieben werden. Und eigene Mühlen waren in einer befestigten Stadt im Mittelalter äusserst wichtig, da man Mehl nicht lange lagern kann, Korn allerdings schon.